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2026

Alpensalamander ist Lurch des Jahres 2026

Der Alpensalamander, auch Regenmandl oder auch Wegenarr genannt, ist Lurch des Jahres 2026. Mit seiner zierlichen Gestalt und einzigartigen Färbung fasziniert er in den Alpen und Dinariden. Erfahren Sie mehr über seine Verbreitung und Besonderheiten.


  • Abb. 1: Alpensalamander. Foto: DGHT Kwet

  • Abb. 2: Alpensalamander. Foto: DGHT Benny Trapp

  • Das Allgäu, Lebensraum des Alpensalamanders. Foto: DGHT Kwet

Besonderheiten und Aussehen

Alpensalamander der Nominatform (Salamandra atra atra) und der Unterart Salamandra a. prenjensis sind vollständig lackschwarz, selten braunschwarz auf der Körperoberseite. Die Unterseite ist bleigrau gefärbt. Nur Individuen der Unterarten Salamandra a. aurorae und Salamandra a. pasubiensis zeigen eine ausgeprägte oder auch geringe gelbe Fleckung (Maletzky & Böning 2026).

Im Vergleich zum Feuersalamander ist Salamandra atra deutlich zierlicher. Die maximale Gesamtlänge liegt bei rund 150 mm, die meisten Tiere erreichen 110–120 mm. Der im Querschnitt fast viereckige Schwanz nimmt weniger als die Hälfte der Gesamtlänge ein und endet spitz. An seiner Unterseite verläuft eine Längsrinne. Der flache Kopf ist länger als breit und trägt vergleichsweise große Augen. Dahinter liegen gut sichtbar markante nierenförmige Ohrdrüsen. Der schlanke Rumpf ist durch 11–13 Rippenfurchen äußerlich segmentiert. Beiderseits der Rückenmitte und entlang den Körperflanken befinden sich Reihen von Warzen, die mit vielen kleinen Drüsen besetzt sind (Abb. 2).

Gesamtverbreitung

Der Alpensalamander ist eine Art der Alpen und Dinariden (Dinarisches Gebirge, Westbalkan) (Maletzky & Böning 2026). In diesen Regionen besiedelt die Art montane bis alpine Lebensräume in insgesamt 12 Ländern Europas. Das zusammenhängende Areal der Nominatform (Salamandra atra atra) reicht vom Rhonetal oberhalb des Genfersees über die Zentralschweiz und Liechtenstein entlang der Nord- und Zentralalpen nach Süddeutschland und Österreich, wo das Schneebergmassiv in Niederösterreich den Arealrand in den Ostalpen bildet. Der Südrand des Areals verläuft im Bereich der östlichen Dolomiten, der Karnischen und Julischen Alpen (Südliche Kalkalpen) in Italien, Österreich und Slowenien.

Vorkommen in Deutschland

In Deutschland kommt der Alpensalamander nur in den südlichsten Landesteilen der beiden Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern vor (Maletzky & Böning 2026). In Sachsen fehlt natürlicherseits die Art. In Baden-Württemberg ist er auf den äußersten Südosten im Naturraum Adelegg bei Isny im Allgäu und Argenbühl (Landkreis Ravensburg) beschränkt.  Im Freistaat Bayern, in den Iller-Vorbergen, der Wertach- und der Ammerschlucht, kommt die Art auch nördlich der Alpen bis in den Raum Kempten in der Naturregion Voralpines Moorund Hügelland vor. Die Besiedlung der Naturräume Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen und Nördliche Kalkalpen scheint weitgehend flächendeckend zu sein (Abb. 3).

Literatur

Maletzky, A. & P. Böning (2026): Der Alpensalamander (Salamandra atra) – Lurch des Jahres 2026. – Broschüre der DGHT, S. 5-29.


Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen den Alpensalamander zum Lurch des Jahres 2026 ernannt (Abb. 1). Fachlich unterstützt wird die jährliche Aktion zum Reptil/Lurch des Jahres von vielen Kooperationspartnern u.a. dem Naturschutzbund Deutschland (NABU). Ausführliche Informationen zum Lurch des Jahres erhält man über die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde beziehungsweise über ihre AG Feldherpetologie und Artenschutz (www.amphibienschutz.de; www.feldherpetologie.de; NABU https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets.html). Von der DGHT werden auch in diesem Jahr wieder kostenfrei eine Info-Broschüre zur Art, ein Flyer, eine Broschüre für Kinder und ein großformatiges Plakat angeboten.

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