Weißstorchbericht 2025
Historischer Brutpaarrekord im Freistaat
Storch mit Baumaterial in Geithain. Foto: Jens Frank
29. Juni 2026 - Der Weißstorchbericht Sachsen 2025 ist erschienen. Zusammengestellt aus den Erfassungen der ehrenamtlichen Kreis- und Bezirksbetreuer sowie zahlreichen Meldungen aus der Bevölkerung, liefert er wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zum sächsischen Storchenjahr. Mit aktuell 495 erfassten Brutpaaren verzeichnet der Freistaat Sachsen die höchste Brutpaaranzahl seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Diese Zahl ist jedoch als vorläufig zu betrachten, da zum Redaktionsschluss die Daten aus dem Altkreis Meißen und dem Direktionsbezirk Chemnitz nur unvollständig vorlagen. Es ist folglich davon auszugehen, dass die Marke von 500 Brutpaaren in Sachsen im Jahr 2025 bereits überschritten wurde. Der Bruterfolg war im vergangenen Jahr ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Insgesamt wurden 935 Jungstörche flügge, was einer Vermehrungsziffer von 1,89 Jungtieren pro Nestpaar entspricht. Damit liegt das Ergebnis über dem 20-jährigen sächsischen Durchschnitt von 1,76 Jungen pro Paar. Unter den dokumentierten Bruten befanden sich auch zwei seltene Fünferbruten, die in Großnaundorf im Landkreis Bautzen sowie in Görßig im Landkreis Meißen erfasst wurden. Zusätzlich zu den Brutvögeln konnten sieben überwinternde Weißstörche im Freistaat nachgewiesen werden, vier mehr als im Vergleich zum Vorwinter. Die reguläre Brutsaison begann zeitig am 25. Januar mit der Besetzung des Horstes in Schkeuditz und damit acht Tage früher als im Vorjahr.
Der Dank des NABU Sachsen gilt allen ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern, den Regional- und Landesverbänden sowie den unterstützenden Bürgerinnen und Bürgern, ohne deren unermüdlichen Einsatz im Weißstorchschutz diese Datenerhebung und die Betreuung der Horste nicht möglich wären. Für die bereits begonnene Storchensaison 2026 wünschen wir allen engagierten Storchenschützern viel Erfolg und den sächsischen Weißstörchen ein ungestörtes Brutjahr.
Sylvia Siebert | NABU-Naturschutzinstitut Region Dresden e.V.
