NABU-Magazin naturnah
Ausgabe 2/2026 erschienen
Liebe Naturschützerinnen und Naturschutzmacher,
Sachsens Natur hat definitiv Wiederherstellungsbedarf. An den Amphibienschutzzäunen werden jedes Jahr weniger Frösche und Unken gezählt, der Feldhamster muss aufwändig wieder ausgesiedelt werden, die Bestände von Kiebitz und Feldlerche befinden sich weiterhin im Sink ug. Dort, wo sich Arten ihren angestammten Lebensraum zurückerobern, stoßen sie auf menschliche Nutzung, die ein friedliches Zusammenleben unmöglich zu machen scheint. Gleichzeitig klagen Land- wie Forstwirte über zu wenig Niederschlag. Der Wald ist seit Jahren in Folge in einem schlechten Zustand.
Aber es gibt auch positive Nachrichten: Die Wiederherstellungsverordnung wurde nicht gekippt, obgleich Agrar- und Forstlobbyverbände und ihnen nahe Politiker immer wieder versuchten, Bundesumweltminister Carsten Schneider dazu zu bewegen, sich für die Aufhebung der Wiederherstellungsverordnung einzusetzen – oder wenigstens für deren gründliche „Überarbeitung“.
Zu teuer, zu aufwändig, zu ambitioniert. Nun aber scheinen die Wogen geglättet, die Diskussionen auch auf Bundesebene haben sich beruhigt. Es kann losgehen! – Ein gutes Zeichen, denn die EU-Verordnung ist wichtig, um den Planbeschleunigungen im Ausbau erneuerbarer Energien und Infrastrukturvorhaben, aber auch den Plänen von Rohstoffausbau und Industrie- und Gewerbeansiedlungen im ländlichen Raum etwas entgegenzusetzen.
Dennoch wird es ein harter Kampf, bis die ersten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Dafür benötigt die Natur unsere Unterstützung – Ihre genauso wie unsere.
Setzen Sie sich für die Wiederherstellung der Natur und gegen Naturzerstörung ein! Das geht auch im privaten Umfeld: In Diskussionen mit Freunden und Verwandten oder durch ehrenamtliches Engagement. Ihre NABU-Gruppe freut sich auf Sie und kann motivierte Unterstützung gebrauchen.
In diesem Heft geben wir Ihnen alle wichtigen Informationen, Fakten und Beispiele an die Hand. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihre Maria Vlaic
