Baumpflanzung in Kössern. Foto: Ilka Brockmüller
Neue Streuobstwiese im Muldental gepflanzt
Neue NABU-Fachgruppe Zweistromland Muldental
Baumpflanzung in Kössern. Foto: Ilka Brockmüller
22. November 2025 - Im Rahmen des REWE-Biodiversitätsprojekts (ehemals „ProPlanet“) pflanzen wir seit fast 15 Jahren hochstämmige Obstbäume von alten Sorten auf Rand-, Neben- und Betriebsflächen der Anbaubetriebe. Neben diversen Obstalleen, die wir im Laufe der Jahre ergänzt oder wiederhergestellt haben (z.B. in Arensdorf, Sornzig, Zschockau,…) ist auch die Nachpflanzung und Revitalisierung von Streuobstwiesen ein wichtiger Projektinhalt.
Nun konnten wir dank Zusammenarbeit mit engagierten Naturschützern aus dem Gebiet der Vereinigten Mulde zum zweiten Mal sogar eine neue Streuobstwiese anlegen – bzw. den Anfang dafür machen, denn die Fläche ist dieses Mal über 3 ha groß und muss deshalb in mehreren Schritten bepflanzt werden. Eine zweite Pflanzaktion wird im nächsten Jahr stattfinden, außerdem werden Hecken aus heimischen Gehölzen gepflanzt. Zudem ist perspektivisch geplant, den tiefer liegenden Bereich als naturnahe Bachaue zu entwickeln.
Neu gegründet: Die NABU-Fachgruppe Zweistromland Muldental
Am 22.11. fand, organisiert zusammen mit dem Rittergut Kössern und der neu gegründeten NABU-Fachgruppe Zweistromland Muldental, die erste große Pflanzaktion statt. Neben dem NABU-Team und der NABU-Fachgruppe Zweistromland Muldental unterstützten weitere zahlreiche Engagierte aus der Region die Aktion. Über 30 Menschen brachten die 116 hochstämmigen Obstbäume in die Erde. Neben Apfel- und Birnbäumen wurden hier auch weitere Arten gepflanzt, natürlich Kirschen und Pflaumen, aber auch Quitten, Mispeln, Speierlinge und Maulbeeren.
Bei der Sortenwahl haben wir wie immer auf den Einsatz „historischer“ Obstsorten geachtet, um diese Sorten durch Neuanbau erhalten zu können. Darunter so wohlklingende (und -schmeckende!) Sorten wie den Lausitzer Nelkenapfel, Kassins Frühe Herzkirsche, Mirabelle von Nancy, die Portugiesische Birnenquitte und die bewährte Gellerts Butterbirne.
Ganz wichtig in Zeiten des Klimawandels ist eine verlässliche Anwuchspflege. Ohne eine Bewässerung kommen die wenigsten Bäume durch und haben keine Zeit, selbst ausreichend Wurzeln auszubilden. Dank der Kooperation mit den Kössernern ist die Pflege und damit der Erfolg der Maßnahme gesichert.
