NABU-Magazin naturnah
Ausgabe 2/2025 erschienen
8. September 2025 - Wer im NABU aktiv ist, möchte vor allem eines: etwas bewegen. Sei es durch den Erhalt einer Orchideenwiese mit gezielter Biotoppflege, durch den Aufbau eines dringend notwendigen Biotopverbundes mit Hecken, Blühstreifen und anderen verbindenden Elementen oder durch Umweltbildung, die Menschen für die Natur begeistert. Viele NABU-Mitglieder engagieren sich darüber hinaus in der Wildtierhilfe – oft ohne großes Aufsehen oder mediale Aufmerksamkeit. Einfach, weil sie sich verpflichtet fühlen, Tieren zu helfen, die durch menschliche Aktivitäten in Not geraten sind. Die Anlässe sind vielfältig: Ein vom Mähroboter verletzter Igel, eine Fledermaus, die einem Windrad zu nah gekommen ist, oder ein Vogel, der gegen eine unsichtbare Glasfront prallt.
Doch Wildtierschutz endet nicht bei der Pflege verletzter Tiere. Ebenso wichtig – und oft noch wirkungsvoller – sind vorbeugende Maßnahmen. Schon mit einfachen Mitteln lassen sich viele Gefahrenquellen entschärfen: Offene Licht- und Kellerschächte können mit Gittern gesichert werden, Mähzeiten und -geräte lassen sich wildtierfreundlich anpassen, und gegen Vogelschlag an Fenstern helfen spezielle Markierungen. Auch die naturnahe Gestaltung von Gärten, Balkonen und öffentlichen Flächen schafft sichere Lebensräume und Nahrung. Wer heimische Gehölze pflanzt, auf Pestizide verzichtet oder Igeln einen Durchgang im Zaun ermöglicht, leistet einen aktiven Beitrag zum Schutz unserer heimischen Tierwelt.
Um die richtigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, ist das Kartieren und Beobachten von Wildtieren (Monitoring) unerlässlich. Nur so lässt sich feststellen, wo bestimmte Arten vorkommen, wie sich ihre Bestände entwickeln und welche Gefahren sie bedrohen.
Wer sich daran beteiligen möchte, kann beispielsweise bei den Landesfachausschüssen des NABU Sachsen mitarbeiten.
Diese Ausgabe widmen wir der Wildtierhilfe. Wir danken allen, die verletzte Igel, Vögel, Fledermäuse und andere Tiere gesund pflegen – und wir freuen uns über jede helfende Hand. Denn zu tun gibt es genug und gemeinsam können wir mehr erreichen!
Viel Freude beim Lesen wünscht
Ihre Maria Vlaic
Vorsitzende des NABU Sachsen
